Naturheilkunde für Tiere

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Zur Person:

Petra Gabriele Müller

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Tierheilpraktikerin

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Studium an der ATM

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Termine nach Vereinbarung

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Tiernaturheilkunde:

Naturheilkunde bedeutet soviel wie Heilung durch die Natur. Gerade die standardmässigen Behandlungen mit Antibiotika und Kortison und deren Nebenwirkungen haben viele Menschen auf die Idee gebracht sich nach sanfteren Behandlungsmethoden umzuschauen, die auch darauf schauen das Tier umfassend zu behandeln und nicht nur die Symptome.

Folgende Therapien werden am häufigsten in der Tiernaturheilkunde angewandt:

Phytotheraphie:

Dies ist die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitung. Phytopharmaka müssen die Anforderungen des Arzneimittelgesetzes erfüllen und besitzen ein breites therapeutisches  und pharmakologisches Wirkprofil und haben weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Arzneimittel. Süssholz z.B.hat einen entzündungshemmenden Effekt sowie auch Teufelskralle, welches auch gegen Arthrose eingesetzt wird. 

Homöopathie:

Die Homöopathie ist ein durch Samuel Hahnemann gegründetes Therapieprinzip welches darauf beruht Gleiches mit Gleichem zu heilen (Ähnlichkeitsprinzip). Es werden bei einer Behandlung Substanzen eingesetzt, die den Krankheitserscheinungen ähnliche Symptome verursachen. Wie z.B. Nux Vomica, die Brechnuss, diese hilft wenn das Tier etwas falsches gefressen und sich deswegen übergeben hat. Oder Schwefel kann Hautausschläge verursachen und also heilt sie diese auch. Die Homöopathie stärkt die Heilkraft des Organismus und ertränkt sie nicht in Antibiotika- oder Kortisonspiegeln. Sie nimmt dem Individuum nicht die die Fähigkeit sich selbst zu heilen. Mit der Homöopathie werden körpereigene Regulationen zur Überwindung der Krankheit in Gang gesetzt.

Antihomotoxische Therapie:

Die Homotoxikologie ist eine von dem homöopathischen Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg entwickelte Krankheitslehre, die in „Homotoxinen“ (auf das Individuum einwirkende Gifte) die Ursache von Erkrankungen sieht. Die Homotoxikologie geht davon aus, das alle Krankheiten als biologisch zweckmässige Abwehrvorgänge und Kompensationsprozesse gegen Homotoxine zu interpretieren sind. Die Behandlung soll über eine Aktivierung der Eigenregulation das Abwehrsystem stimulieren und die Homotoxine neutralisieren und entgiften. Das Arzneimittelsortiment enthält Organpräparate, intermediäre Katalysatoren -  die den Stoffwechsel in der Zelle verbessern, sowie Nosoden – die homöopthische Zubereitungen aus Mikroorganismen oder Krankheitsprodukten sind, die z.B in Verbindung mit früher durchgemachten Infektionen stehen.

Akupunktur:

Die chinesische Originalbezeichnung lautet Zhen-Jiu und bedeutet Nadelstechen und Räuchern. Diese aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Therapiemethode reguliert Ying-Yang und gleicht Blockaden aus oder regt diese an. Dabei werden 14 Hauptmeridiane (Leitbahnen) unterschieden, mit 361 Hauptakupunkturpunkten. Die Tierakupunktur wurde auf Basis der Akupunktur beim Menschen entwickelt. Durch Unterschiede in der Anatomie ergeben sich hier aber Abweichungen.

Humoraltherapie:

Dieser Therapie liegt das Modell der Säftelehre zugrunde, die Krankheit als fehlerhafte Zusammensetzung der vier Kardinalsäfte Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle interpretiert. Mit dieser Therapie soll eine Verstärkung der Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge, die Reinigung von Blut sowie eine reflexiv bedingte Schmerzlinderung erreicht werden. Inder Praxis wird gegen Arthrose Blutegel eingesetzt, die ein schmerzlinderndes Medikamentencocktail ausstossen, welches zudem die Gelenkflüssigkeit aufbauen kann. Aderlass wird vermehrt bei Pferden bei Hufkrankheiten angesetzt. Hautreizverfahren gilt als Umstimmungstheraphie, da es durchblutungsfördernd und stoffwechselaktivierend wirkt. Es soll Nervenentzündungen und hormonellen Störungen entgegenwirken und kann ganz auf die Organfunktion einwirken. Erfunden hat es der Mechaniker Carl Baunscheidt (1809-1873). Er entwickelte den Baunscheidtschen Apparat, ein Stichelgerät, das mit feinen Nadeln gespickt ist. Durch das Sticheln und anschließendes Einreiben mit einer speziellen Salbe oder einem Öl wird eine Eiterung der Haut verursacht.