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Tiernaturheilkunde:
Naturheilkunde bedeutet
soviel wie Heilung durch die Natur. Gerade die standardmässigen Behandlungen
mit Antibiotika und Kortison und deren Nebenwirkungen haben viele Menschen
auf die Idee gebracht sich nach sanfteren Behandlungsmethoden umzuschauen,
die auch darauf schauen das Tier umfassend zu behandeln und nicht nur die
Symptome.
Folgende Therapien werden
am häufigsten in der Tiernaturheilkunde angewandt:
Phytotheraphie:
Dies ist die Behandlung und
Vorbeugung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren
Zubereitung. Phytopharmaka müssen die Anforderungen des Arzneimittelgesetzes
erfüllen und besitzen ein breites therapeutisches und
pharmakologisches Wirkprofil und haben weniger Nebenwirkungen als
synthetisch hergestellte Arzneimittel. Süssholz z.B.hat einen
entzündungshemmenden Effekt sowie auch Teufelskralle, welches auch gegen
Arthrose eingesetzt wird.
Homöopathie:
Die Homöopathie ist ein
durch Samuel Hahnemann gegründetes Therapieprinzip welches darauf beruht
Gleiches mit Gleichem zu heilen (Ähnlichkeitsprinzip). Es werden bei einer
Behandlung Substanzen eingesetzt, die den Krankheitserscheinungen ähnliche
Symptome verursachen. Wie z.B. Nux Vomica, die Brechnuss, diese hilft wenn
das Tier etwas falsches gefressen und sich deswegen übergeben hat. Oder
Schwefel kann Hautausschläge verursachen und also heilt sie diese auch. Die
Homöopathie stärkt die Heilkraft des Organismus und ertränkt sie nicht in
Antibiotika- oder Kortisonspiegeln. Sie nimmt dem Individuum nicht die die
Fähigkeit sich selbst zu heilen. Mit der Homöopathie werden körpereigene
Regulationen zur Überwindung der Krankheit in Gang gesetzt.
Antihomotoxische
Therapie:
Die Homotoxikologie ist
eine von dem homöopathischen Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg entwickelte
Krankheitslehre, die in „Homotoxinen“ (auf das Individuum einwirkende Gifte)
die Ursache von Erkrankungen sieht. Die Homotoxikologie geht davon aus, das
alle Krankheiten als biologisch zweckmässige Abwehrvorgänge und
Kompensationsprozesse gegen Homotoxine zu interpretieren sind. Die
Behandlung soll über eine Aktivierung der Eigenregulation das Abwehrsystem
stimulieren und die Homotoxine neutralisieren und entgiften. Das
Arzneimittelsortiment enthält Organpräparate, intermediäre Katalysatoren -
die den Stoffwechsel in der Zelle verbessern, sowie Nosoden – die
homöopthische Zubereitungen aus Mikroorganismen oder Krankheitsprodukten
sind, die z.B in Verbindung mit früher durchgemachten Infektionen stehen.
Akupunktur:
Die chinesische
Originalbezeichnung lautet Zhen-Jiu und bedeutet Nadelstechen und Räuchern.
Diese aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Therapiemethode
reguliert Ying-Yang und gleicht Blockaden aus oder regt diese an. Dabei
werden 14 Hauptmeridiane (Leitbahnen) unterschieden, mit 361
Hauptakupunkturpunkten. Die Tierakupunktur wurde auf Basis der Akupunktur
beim Menschen entwickelt. Durch Unterschiede in der Anatomie ergeben sich
hier aber Abweichungen.
Humoraltherapie:
Dieser Therapie liegt das
Modell der Säftelehre zugrunde, die Krankheit als fehlerhafte
Zusammensetzung der vier Kardinalsäfte Blut, Schleim, gelbe und schwarze
Galle interpretiert. Mit dieser Therapie soll eine Verstärkung der
Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge, die Reinigung von Blut sowie eine
reflexiv bedingte Schmerzlinderung erreicht werden. Inder Praxis wird gegen
Arthrose Blutegel eingesetzt, die ein schmerzlinderndes Medikamentencocktail
ausstossen, welches zudem die Gelenkflüssigkeit aufbauen kann. Aderlass wird
vermehrt bei Pferden bei Hufkrankheiten angesetzt. Hautreizverfahren gilt
als Umstimmungstheraphie, da es durchblutungsfördernd und
stoffwechselaktivierend wirkt. Es soll Nervenentzündungen und hormonellen
Störungen entgegenwirken und kann ganz auf die Organfunktion einwirken.
Erfunden hat es der Mechaniker Carl Baunscheidt (1809-1873). Er entwickelte
den Baunscheidtschen Apparat, ein Stichelgerät, das mit feinen Nadeln
gespickt ist. Durch das Sticheln und anschließendes Einreiben mit einer
speziellen Salbe oder einem Öl wird eine Eiterung der Haut verursacht.
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